Inhalte aus: Seelsorgeeinheit St. Luzius
zur Geschichte:
Bevor Beuren 1947 der Kuratie Schlatt als Filiale zugeteilt wurde, war das Dorf eine Filialkirche von Hechingen. Darum wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof in Hechingen beigesetzt. Erst 1815 legte man in Beuren einen Gottesacker unmittelbar neben der Dorfkirche an. Diese wurde 1842 wegen Baufälligkeit abgebrochen und an ihrer Stelle im gleichen Jahr ein neues, geräumigeres Gotteshaus errichtet. Dazu musste ein Teil des Friedhofes dem Bauplatz zugeschlagen werden, weshalb ein Jahr später ein neuer Gottesacker außerhalb des Ortes angelegt wurde. An den Kosten von ca. 8000 Gulden für den Kirchenneubau beteiligte sich die Landesmutter Fürstin Eugenie mit 200 Gulden für das Altarbild.
Die im spätklassizistischen Stil gebaute Kirche orientierte sich am Vorbild der Hechinger Stiftskirche. Durch hohe Rundbogenfenster entstand ein heller, festlicher Raum, dessen Ornamente zumeist aufgemalt sind und nur vereinzelt aus Stuck bestehen.
Inhalte aus: Seelsorgeeinheit St. Luzius
zur Geschichte:
Die Anfänge der Pfarrei St. Nikolaus reichen bis ins 1. Jahrtausend zurück. Mönche von St. Gallen gründeten um 800 am Fuß des Zellerhorns eine Niederlassung. Diese Siedlung mit dem Namen „Zell“ wird urkundlich mit Kirche und Pfarrer erstmals im Jahr 1255 erwähnt.
Die Wallfahrtskirche Maria Zell erinnert bis heute an diese Vergangenheit.
Das Jahr 1488 markiert eine Wende in der Geschichte von Boll, als der damalige Pfarrer von Zell seinen Wohnsitz „neben die St. Nikolauskirche zu Boll“ verlegte. Von da an verlagerte sich auch das Leben der Pfarrgemeinde immer mehr ins Tal, so dass 1864 die Kirche in Boll zur Pfarrkirche erklärt wurde, obwohl sie damals in einem sehr schlechten Zustand war. Außerdem fand nur noch die Hälfte der Bevölkerung in dem Kirchlein Platz, so dass die Einwohner von Boll auf den Bau einer neuen Pfarrkirche hofften.
Inhalte aus: Seelsorgeeinheit St. Luzius
zur Geschichte:

Der Kirchenbau entspricht der einfachen Bauweise eines Bettel- und Gebetsordens. Die gotischen Grundelemente wie Strebepfeiler und Säulenbündel, Spitzbögen und Rippengewölbe blieben unverändert erhalten.
Typisch sind auch die großen Maßwerkfenster, die den Kirchenraum mit Licht erfüllen und zugleich höher erscheinen lassen wollen.
Damit soll der Himmel auf die Erde geholt und der Himmelssaal auf Erden symbolisiert werden. Zugleich soll die Hinwendung zu Gott und das Verlangen nach innerer Gottesanschauung gefördert werden.