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AlbOffensive in Hechingen
Sich gegen rechts zu engagieren ist gefährlich geworden. Ungefährlich war es nie. In den letzten Jahren aber hat sich die Situation wieder zugespitzt. Besonders die neue Neonazi-Strömung der Autonomen Nationalisten widmet sich verstärkt der so genannten Anti-Antifa-Arbeit.
Extrem Rechte wenden dabei unterschiedliche Mittel an, um ihre GegnerInnen und vermeintlichen GegnerInnen einzuschüchtern. Die neonazistische Rechte wendet besonders gerne Gewalt als Mittel an. Hat sie einmal Bild, Namen und/oder Adressen von ihren GegnerInnen, dann stellt sie diese beispielsweise gerne als Feindesliste ins Internet und ruft, meist wegen der Gesetzeslage etwas verschleiert, zu Gewalt und Bedrohung auf ( freut sich über Hausbesuche ). Betroffen sind nicht nur traditionelle GegnerInnen wie Linke, sondern auch engagierte PolitikerInnen, JournalistInnen, Polizei-Beamte (erinnert sei an den Fall Mannichel) oder Angehörige der Zivilgesellschaft wie beispielsweise renitente Pfarrer.
Das rechtsextreme Bedrohungspotenzial darf nicht unterschätzt werden! Diverse Brandanschläge, Überfälle und sogar einzelne Briefbomben-Attentate in Vergangenheit zeigen das nachdrücklich.
Einzelnen wird zu Hause oder auf dem Weg von Veranstaltungen aufgelauert und es werden auch ganze Veranstaltungen gestört. Im glimpflichsten Fall schüchtern Neonazis auf Veranstaltungen alle Nicht-Rechten durch geballte Anwesenheit ein, im schlimmsten Fall versuchen 10-50 von ihnen maskiert und bewaffnet die Veranstaltung zu überfallen.
Da wir das Gespräch mit den Bürgern und BürgerInnen suchen, nicht aber mit den Rechten, werden wir konsequent von unserem Hausrecht Gebrauch gegenüber Personen machen, die uns als extreme Rechte bekannt sind oder die sich als solche outen.
Das mag erst einmal intolerant erscheinen, aber es bringt nichts mit Rechtsextremen zu diskutieren. Hart gesottene und in der Diskussion erfahrene und geschulte Nazis sind weder in der Diskussion zu besiegen noch zu überzeugen. Vielmehr würde man so den Nazis ein Podium für ihre Ideologie des Hasses bieten und ihnen Gelegenheit sich die Gesichter ihrer GegnerInnen genau zu merken. Der Schriftsteller Umberto Eco bemerkte dazu:
Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.
Bürgerliche Rechte greifen zwar nicht zum Baseball-Schläger, aber auch sie greifen gerne Menschen, die ihnen zum Beispiel rassistische Sprüche nachweisen und deren Charakter auch klar benennen, an. Bürgerliche Rechte diffamieren ihre KritikerInnen gerne (beispielsweise als Extremisten ) und wenden auch gerne mal das Anzeigen bei der Polizei oder die Drohung damit als Instrument der Einschüchterung an.
Deswegen:
* stellen wir keine Fotos von unseren Mitgliedern auf die Homepage
* sind wir nur über Postfach und Email zu erreichen
* verwenden wir oft keine Klarnamen, sondern Pseudonyme
* bitten wir BesucherInnen unserer Veranstaltung keine Fotos zu machen bzw. vorher einen VertreterIn der Alboffensive um Erlaubnis zu fragen
* behalten wir uns vor gegenüber Neonazis, vom Hausrecht Gebrauch zu machen







