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| Keine Kommentare | 221 Aufrufe | Datum: 27.03.11 | Autor | | |
Der LandFrauenverband Zollernalb geht „Mit Kräutern fit und gesund in den Frühling“
Kräuter mit allen Sinnen entdecken – sie anfassen, riechen und probieren – konnte man bei der Veranstaltung „Mit Kräutern fit und gesund in den Frühling“ mit Elke Beiter vom Obst- und Gartenbauverein aus Owingen beim LandFrauenverband Zollernalb im Gasthaus „Rössle“ in Rangendingen.
Die Kräuterfachfrau stellte Wild- und Frühjahrskräuter vor, die sich günstig auf den Organismus auswirken.
Sie reinigen das Blut, entgiften, dienen dem „Durchputzen“, sind vitaminhaltig und mineralstoffreich.
Als erste zarte, wildwachsende Kräutlein des Frühlings, lassen sich bereits die Schafgarbe und die Vogelmiere finden.

Diese einfachen, unscheinbar wachsenden Pflanzen besitzen Heilkräfte und bieten sich zum Verfeinern von wohlschmeckenden Gerichten an. Wie gut sie in Kräuterbroten und Kräuterquarks schmecken, davon konnten sich die recht zahlreich erschienen Zuhörer überzeugen.
Elke Beiter reichte die selbsthergestellten Kostproben bevor sie weitere „Unkräuter“ vorstellte.
Aus ihnen lassen sich auch Tinkturen herstellen die entschlackend, regulierend und blutdrucksenkend wirken. Wer auf seine Fitness und Gesundheit achtet, kann damit eine Kur machen. Sie benötigt einen Einnahmezeitraum von ca. sechs Wochen.
Besonders viele positive Eigenschaften werden dem Bärlauch zugeschrieben. Er wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, desinfizierend, gefäßerweiternd, stärkend und kräftigend. Seine Blüten können auch für Salate, oder zum Konservieren verwendet werden. Wer Bärlauch-Essig oder Bärlauch-Tinkturen selber herstellt, sollte auf den Tipp der Referentin achten: Die angesetzten Essig- oder Alkohol-Mischungen sollten durch einen feinmaschigen Damenstrumpf abgegossen werden. Er ist gut auswringbar und alle Wirkstoffe bleiben erhalten. Bärlauch eignet sich auch zum Einfrieren. Allerdings sollte er wegen seines typisch knoblauchartigen Geruchs in kleinen Gläsern eingefroren werden. Zur Trocknung der Blätter eignet sich ein Dörrapparat.
Wichtig für die Suche des Bärlauchs ist: Er besitzt nur ein Blatt an einem Stiel und beim Verreiben der zarten Blätter ist der Knoblauch-Geruch wahrzunehmen.
Verwechslungen mit dem Maiglöckchen können damit ausgeschlossen werden. Weitere Kräutervorstellungen waren die Brennnessel, die als „Dame mit dem unvergesslichen Handdruck“ gilt und sich für Teezubereitungen sowie in Form eines Brennnessel-Spinats mit Kartoffeln für ein leckeres Frühlings-Menü eignet.
Die Quecke, die sich bei Nieren- und Blasenerkrankungen als „Durchspülungstherapie“ bewährt hat, konnte von den Besuchern in Augenschein genommen werden. Die verwendeten Wurzelstockteile müssen nach dem Sammeln gründlich gereinigt, getrocknet und anschließend in kleine Stücke geschnitten werden.
Mit den Inhaltsstoffen der Birke lassen sich Schlacken lösen – vorausgesetzt man trinkt immer ein Glas Wasser extra dazu – und äußerlich angewendet, sogar das Bindegewebe straffen (Cellulitis). Wer bis zum Sommer eine ideale Strandfigur möchte, versuche es mit Birken-Öl-Massagen.
Ein guter Bitterstofflieferant ist der Löwenzahn. Gerade jetzt im Frühling sollte man ihn genießen. Elke Beiter hatte auch frische junge Löwenzahn-Blätter aus ihrem Garten mitgebracht, die alle Anwesenden versuchten.
Ebenso begehrt war ihr Stoffwechsel-Tee-Rezept. Je 15 Gramm Brennnessel, Spitzwegerich, sowie je 20 Gramm Schlüsselblume, Schafgarbe und Ringelblume, sowie 10 Gramm Zinnkraut helfen dem Körper wieder in Balance zu kommen.
Nach dem Vortrag beantwortete die Kräuterfachfrau noch viele Fragen. Heidrun Wannenmacher, LFV-Ortsvorsitzende von Rangendingen bedankte sich danach bei Elke Beiter für die informative Abendveranstaltung.
| Text: |
Ortsgruppe Hechingen
Tel.: 07471/ 98 99-20, Fax.: 07471/ 98 99-29
http://www.landfrauenverband-wh.de







