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| Keine Kommentare | 130 Aufrufe | Datum: 20.10.11 | Autor | | |
Homöopathie für die Erkältungszeit - Gabriele Seifert berichtet beim LandFrauenverband
Was ist Homöopathie? Erläuterungen über die sanfte Heilmethode, die auf Körper, Seele und Geist wirkt, gab es beim LandFrauenverband Zollernalb, der zu einer Abendveranstaltung ins Landgasthaus „Kaiser“ einlud.

Brigitte Steger, LFV-Vorsitzende von Hechingen wählte diesen Termin, damit auch berufstätige Frauen diesen Informationsabend besuchen konnten. Als fachkundige Referentin hatte sie Gabriele Seifert eingeladen, die als Fachapothekerin für Naturheilverfahren und Homöopathie die Bahnhofsapotheke in Balingen leitet.
Nach der allgemeinen Einführung in die Behandlungsform, dessen Grundsatz lautet, „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen, stellte sie unter dem Titel „Homöopathie für die Erkältungszeit“ eine Vielzahl an geeigneten Mitteln vor.
Alle Erkältungserscheinungen - Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Hals- und Ohrenschmerzen - sowie grippale Infekte müssen nach deren Verlauf bewertet werden. Danach richtet sich die Wahl der Globuli (Kügelchen) oder Tropfen in bestimmter Potenzierung. Man sollte sie langsam auf der Zunge zergehen lassen.
Wenn sich die Erkältungs-Symptome in heftiger, schneller, fast „stürmischer“ Art zeigen, hat sich Aconitum (Blauer Eisenhut - hochgiftig) bewährt. Auslöser ist meist kalter Wind. Charakteristisch dabei ist blasse, trockene Haut und ein gesteigertes Durstgefühl. Erkennbar ist auch, dass sich Angst und Unruhe einstellen, die sich bis zur Todesangst steigern kann.
Ein hochrotes Gesicht und starkes Schwitzen sind Anzeichen für die Einnahme von Belladonna (Tollkirsche - Giftpflanze). Weitere Anzeichen sind hohes Fieber, vergrößerte Pupillen und kein Verlangen nach Flüssigkeit.
Fieberphantasien können auftreten.

Das bittersüße Nachtschattengewächs Dulcamara findet Anwendung, bei Beschwerden, die durch Nässe und Kälte entstanden sind. Mit Ferrum phosphoricum lassen sich Selbstheilungskräfte aktivieren. Bryonia – die Zaunrübe – zeichnet sich bei Husten und extrem trockenen Schleimhäuten aus. Ein weiteres wirksames Mittel bei Erkältung und Grippe ist Eupatorium (Wasserhanf). Es gilt als das „Aspirin in der Homöopathie“. Hilfreiche Unterstützung bietet auch Gelsemium (falscher Jasmin). Bei Zittern, Benommenheit und Schwäche ist es ebenso gefragt wie gegen: Sommergrippe, Reisefieber, Lampenfieber und Prüfungsangst.
Sollte die Wirkung von einem Mittel gemindert oder aufgehoben werden, kann ein Antidot verwendet werden. Den gewünschten Effekt erreicht man z. B. mit dem Gegenmittel Camphora (Kampfer).
Gabriele Seifert bat, die homöopathischen Mittel nicht der Nähe von Telefon, Handy und Mikrowelle auszusetzen, denn durch die Strahlungen mindert sich die Wirkung. Ansonsten sind sie unbegrenzt haltbar.


An diesen Vortrag schloss sich eine Fragerunde an.
| Text: |
Ortsgruppe Hechingen
Tel.: 07471/ 98 99-20, Fax.: 07471/ 98 99-29
http://www.landfrauenverband-wh.de







