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| Keine Kommentare | 274 Aufrufe | Datum: 16.01.12 | Autor | | |
Konzertreihe „Musik in der Villa“ unter dem Motto „Dialoge“
Auch im neuen Jahr wird die Konzertreihe „Musik in der Villa“, die vom Kulturverein Hechingen / Villa Eugenia e. V. in der Villa Eugenia in Hechingen bereits im sechsten Jahr durchgeführt wird, mit vier Veranstaltungen fortgesetzt.
Die Konzerte finden in enger Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen statt und geben den Trossinger Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit, in einem attraktiven Umfeld und unter professionellen Bedingungen aufzutreten.
Um das Programm über das reiche Angebot der Trossinger Musikhochschule hinaus noch vielfältiger zu gestalten, werden regelmäßig weitere Künstler als Gäste eingeladen, um in der Villa zu musizieren.
Die Veranstaltungen des Jahres 2012 stehen sämtliche unter dem Motto „Dialoge“, wobei sich jedes Programm verschiedenen Aspekten dieses Mottos widmet:
Es gibt interkulturelle Dialoge zwischen deutschem und französischem Lied und zwischen deutscher und keltischer Kultur, Programme in Duo-Besetzung, Dialoge zwischen „alter“ und nicht ganz so alter Musik, Dialoge zwischen Text und Musik und vieles mehr.
Den Anfang macht am Samstag, dem 11. Februar 2012, die Chanson-Kabarettistin Tina Häussermann mit ihrem neuen Solo-Programm „Die Letzte beißt den Hund“ – und hier gibt es gerade keine Dialoge, sondern Frauen-Power pur: Es ist nämlich kein Programm über Hunde, sondern darüber, wie hundsgemein das Leben manchmal sein kann, wenn man wieder die Letzte ist. Oder die Jüngste. Oder die Kleinste. Doch Tina Häussermann weiß, wo der Hund begraben ist, holt sich eine Schaufel und buddelt ihn aus, denn die letzten werden die ersten sein, wer zuletzt lacht, lacht am besten und wer wen beißt, wird sich am Ende des Abends zeigen. Tina Häussermann, Stimmvirtuosin, Pedalritterin und Sprach-Hasardeurin, war bereits mehrfach in der Villa Eugenia zu Gast. Sie begibt sich mit ihrem neuesten Programm wieder einmal in die Kleinkunst-Arena und kämpft gegen Panflötenattacken, Junggesellenabschiede und Hundeyoga. Mit Songs aus eigener Feder stellt sie sich den Tücken des Alltags, tut was sie kann und kann was sie tut. Ein Abend für gelenke Denker: Waghalsig, schillernd und gewitzt, mal poetisch, mal bissig, von allem etwas – und von allem sehr viel.
Ganz andere Töne prägen den Liederabend, der unter dem Titel „Filles et fleurs – Mädchen und Blumen“ am Samstag, dem 24. März 2012, auf dem Programm steht. Die junge Sopranistin Carolin Abeln, unter anderem Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin 2008, singt – von der finnischen Pianistin Pauliina Tukiainen am Klavier begleitet – deutsche und französische Lieder. Neben Kompositionen von Robert Schumann und Franz Schubert, den „Klassikern“ des deutschen romantischen Kunstlieds, erklingen die „Mädchenblumen op. 22“ von Richard Strauss nach Texten von Felix Dahn sowie französische Lieder von Gabriel Fauré und Henri Duparc und der Liederzyklus „Catalogue des Fleurs“ von Darius Milhaud nach Gedichten von Lucien Daudet; die Zyklen von Strauss und Milhaud, die im Zentrum des Programms stehen, haben die Anregung zum Titel des Konzerts gegeben.
In die sturmumtoste, raue Welt des irischen Nordens entführt das Konzert der folk-music-Formation „Norland Wind“ um Thomas Loefke, das am Freitag, dem 13. April 2012, ausnahmsweise nicht in der Villa Eugenia, sondern aufgrund der größeren Besetzung der Gruppe in der evangelischen Johanneskirche Hechingen stattfindet. Donegal, der nordwestliche, keltisch geprägte Teil Irlands mit seiner irischen Sprache und Folklore, mit seinen Legenden, seinen Schätzen an traditionellen Liedern und Melodien und seiner majestätischen Landschaft, regt die Gruppe Norland Wind zu ihren Kompositionen an, die von typisch irisch-keltischen Instrumenten wie Harfe und Fidel in Kombination mit der menschlichen Stimme sowie Gitarren- und Keyboard-Klängen geprägt sind.
Mit einem weiteren Höhepunkt geht die Konzertreihe in die Sommerpause: Am Sonntag, dem 10. Juni 2012, sind die beiden renommierten Alte-Musik-Spezialisten Anton Steck (Violine) und Marieke Spaans (Cembalo), beide Professoren an der Trossinger Musikhochschule, zu Gast in der Villa Eugenia. Marieke Spaans und Anton Steck formen seit Jahren ein Duo, dessen Repertoire vom frühen 17. Jahrhunderts bis zur Klassik reicht. Ausgangspunkt ihres Musizierens ist die Verbindung von höchster technischer Meisterschaft und musikalischem Ausdruck, von umfassendem historischem Wissen und modernem Virtuosentum. Die Betonung und Offenlegung von Eigengesetzlichkeiten der verschiedenen musikalischen Epochen ist dabei ebenso ihr Anliegen wie der Transfer solcher Ideen in die Jetzt-Zeit. Hierdurch werden ihre Konzerte zu Augenblicken ‚gelebter Geschichte‘ – und zu funkelnden musikalischen Momenten. Unter dem Titel „Sturm und Drang im Hause Bach“ spielen Anton Steck und Marieke Spaans Sonaten für Violine und Cembalo bzw. Basso Continuo von J. S. Bach, seinem Sohn C. Ph. E. Bach sowie von A. Vivaldi und J. G. Pisendel.
Die Konzerte werden vom Kulturverein Hechingen / Villa Eugenia e. V. in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen veranstaltet. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Karten sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf bei der Apotheke Spranger in Hechingen (Am Obertorplatz 1, Tel.: 07471/2387) erhältlich.
Die Karten kosten im Vorverkauf € 14.- (erm. € 7.-), an der Abendkasse € 15.- (erm. € 8.-).
Weitere Informationen zum Programm der Konzertreihe „Musik in der Villa“ und zur Arbeit des Kulturvereins Hechingen finden Sie unter www.kulturverein-hechingen.de!
| Text: |
Tel.: 07471/43 93 (Margarete Kipp-Lenkeit)
http://www.kulturverein-hechingen.de







Wenn ich durch Hechingen - und auch durch die Welt - gehe versuche ich dies möglichst mit offenen Augen und Ohren zu tun, denn es gibt soviel Wissenswertes zu erfahren und zu erleben!