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| Keine Kommentare | 515 Aufrufe | Datum: 23.09.10 | Autor | | |
"Lean Production" - "Schlanke Produktion" ein Thema für die Medizintechnik
"Lean production", auf Deutsch "Schlanke Produktion" nennen die Fachleute eine spezielle Produktionsorganisation, die insbesondere in der japanischen Automobilindustrie Anwendung findet. Wie die medizintechnische Industrie von der fernöstlichen Produktionsform profitieren kann, demonstrierte Thomas Schulz von der Firma Lean Production Parnter in einem Seminar in der Villa Eugenia. Hauptziel der "Schlanken Produktion" ist es, Produktionsabläufe zu optimieren und Verschwendung, insbesondere von Arbeitskraft, zu vermeiden.

Verblüffend: anhand des Aufbaus einer Spirale aus Dominosteinen erläuterte Thomas Schulz (2. von rechts) die Grundzüge der "Schlanken Produktion".
Dem Referenten des von der Medical Valley Hechingen Akademie veranstalteten Seminars gelang es auf Anhieb,
die Seminarteilnehmer für das Thema zu begeistern. Dabei galt es aktiv mitzuarbeiten. Bereits in seiner Einführung machte Schulz den Teilnehmern verständlich, dass Paradigmen nicht immer, aber oft, einer kreativen Lösung im Wege stehen. Dies führte er den Seminarbesuchern anhand von Simulationen standardisierter Arbeit vor Augen. Mancher der zahlreichen Seminarteilnehmer staunten nicht schlecht, wie Schulz am Beispiel des Aufbaus einer Dominospirale die Zusammenhänge von Verschwendung, Problemlösung und Shopfloor-Management erläuterte und praktisch darstellte.
Die Seminarteilnehmer mussten anschließend die spielerisch erarbeiteten Erkenntnisse in einer Simulation „Schnelles Rüsten“ an einem praxisorientierten Beispiel anzuwenden. In drei Arbeitsgruppen wurde das Umrüsten eines Werkzeugs für die Metallbearbeitung prozessgerecht geübt. Dabei zeigte sich, dass es sich bei den Medizintechnikmitarbeitern durchweg um kreative Spezialsten handelt, die es gewohnt sind, im Team zu arbeiten. Thomas Schulz stellte erstaunt fest: „Hier bin ich wohl in einer richtigen Ideenschmiede gelandet“.
Mit Unterstützung von Florian Tyrs von der Firma Jotec GmbH wurde im dritten Teil des Seminars eine Produktionssimulation aufgebaut und präsentiert, in der den Teilnehmern die Themen Ist-Analyse, Mensch-Maschinen-Diagramm, 8-Stunden-Analyse und Wertstromanalyse vermittelt wurden.
Abschließend hob der städtische Wirtschaftsbeauftragte Hans Marquart in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Vereins
Er konnte darüber hnaus bereits das nächste Seminar ankündigen, das am 3.12.2010 in Tübingen bei der Firma wwH-c GmbH stattfindet. Dort können die Teilnehmer einen OP-Führerschein machen.
Am 30.11.2010 findet die Jahreshauptversammlung des Vereins statt, gefolgt von einem Abendseminar zum Thema „Geschäftsführerhaftung“.
Informationen über die Medicall Valley Hechingen Akademie e.V. und deren Seminarprogramm finden sich im Internet unter www.medical-valley-hechingen.de
| Text: |
Tel.: 07471/94 00 (Zentrale)
Fax.: 07471/94 01 08
http://www.hechingen.de






