CityLoope-Schnellsuche
CityLoope - Pinnwand
CityLoope - Tipp: Angebote und Neuheiten
CityLoope - Neueste Nachrichten
- Beuys Warhol Polke und Co. – Wie sieht ein Jugendlicher moderne Kunst?
- Mandazi für alle! - Die Kaufmännische Schule Hechingen hilft mit einer Spendenaktion
- Stadtbüchereien gründen Onleihe-Verbund
- "Schuss und Tor" - Kinder brauchen Frieden erhält einen Tischkicker
- IQ Hausbau: Hausbauanalyse - Was würde Ihr Traumhaus kosten?
- Vortrag und Führung zur Kälberer-Ausstellung in Hohenzollerischen Landesmuseum
- Sperrungen und Parkverbote am Wochenende wegen Hechingen Aktiv
- Bei Mrs.Sporty Hechingen: Bauch-weg-Urlaub! Ein gutes Bauchgefühl in vier Wochen
| Keine Kommentare | 97 Aufrufe | Datum: 20.09.11 | Autor | | |
Lichtbild-Vortrag: „Entartete Kunst“- Das Menschenbild des nationalsozialistischen Terrorsystems“
Am Mittwoch, den 21.September 2011, 20 Uhr findet in der Alten Synagoge ein Vortrag mit Lichtbildern über verfemte bildende Kunst in der Nazizeit statt, die mit dem Titel „entartet“ belegt, verfolgt oder auch in sogenannten „Schandausstellungen“ gebrandmarkt wurde.
Vorderseite der Fotokarte zu Otto Dix: Kriegskrüppel, 1920
Rückseite der Fotokarte - beschlagnahmt in den 1930 Jahren
An Hand zahlreicher Bildbeispiele soll deutlich werden, warum und auf welche Weise das nationalsozialistische Terrorsystem Künstler diffamierte, mit Berufsverbot belegte und Werke aus Museen entfernte, die nicht in das damalige Menschenbild passten. Bildende Kunst wurde durchgehend im Sinne der Nazi-Propaganda instrumentalisiert . Es wurde grundsätzlich unterschieden in „Deutsche Kunst“ und „Entartete Kunst“.
Besonders betroffen waren jüdische, avantgardistische und politisch-kritische Künstler. Der Vortrag soll zeigen, welche Bandbreite von künstlerischen Äußerungsmöglichkeiten zwischen 1938 bis 1945 verboten waren, welche Kriterien für „entartete Kunst“ existierten.
Hätte das damalige Regime die Oberhand behalten, wären unendliche viele Werke, die uns heute als bedeutend und einmalig wichtig für die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts erscheinen, nicht mehr vorhanden. Es soll auch deutlich werden , welch schwerwiegende Folgen die damalige Kunstpolitik für die betroffenen Künstler hatte . Sie mussten ins Exil ausweichen, verloren ihre Existenzgrundlagen und oft auch ihr Leben. Ausgewählte Beispiele sollen das verdeutlichen.
Die Referenten sind Erika und Prof. a. D. Helmuth Kern aus Neckartenzlingen, die verschiedene vielgelesene Veröffentlichungen und Arbeitshefte für den schulischen Bereich zu dem Thema erstellt haben.
Beide waren beruflich als Pädagogen tätig, Helmuth Kern auch am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Esslingen, zugleich aber auch immer als Künstler, die eine stattliche Zahl von Ausstellungen vorweisen können, wie das Internet verrät. So erscheinen beide für das Thema besonders prädestiniert.
Die Veranstaltung dürfe allgemeines Interesse beanspruchen, besonders auch Künstler und Freunde der Kunst des 20. Jahrhunderts ansprechen, nicht zuletzt auch junge Menschen, die einen wichtigen Aspekt der Nazizeit kennenlernen wollen.
Nach der Veranstaltung im Mai 2011 über die Bücherverbrennungen 1938 wird dieser Vortrag sich der bildenden Kunst widmen.
Im Frühjahr 2012 ist bereits ein Abend über die Musik im Nationalsozialismus vorgesehen.
| Text: |
Tel.: 07471/40 50, Fax.: 07471/40 10
http://www.kunstvereinhechingen.de/
http://www.alemannia-judaica.de/hechingen_synagoge.htm






