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| Keine Kommentare | 95 Aufrufe | Datum: 16.10.11 | Autor | | |
Neue Nummer der "Hohenzollerischen Heimat" erschienen
Jüngst erschienen ist die diesjährige Nummer 3 der Vierteljahresschrift "Hohenzollerische Heimat". Das vom Hohenzollerischen Geschichtsverein herausgegebene Heft vereint 9 Beiträge zur hohenzollerischen Landeskunde, mehrere Buchbesprechungen und Mitteilungen und das Veranstaltungsprogramm des Geschichtsvereins für das 4. Quartal 2011.
Die Synagoge in Haigerloch um 1925
Ein erster ausführlicher Beitrag von Robert Frank befasst sich mit den Deportationen von Juden aus Haigerloch in die Konzentrationslager, besonders der ersten Deportation am 27.11.1941. Haigerloch war eine der Städte im deutschen Südwesten, in die von den Nazionalsozialisten bereits seit 1939 Juden aus anderen Städten zwangsumgesiedelt wurden. 1941/42 wurden insgesamt 288 jüdische Personen von Haigerloch aus in Konzentrationslager deportiert.
Über die Beziehung zwischen Ackergröße und speziellem Erbrecht, der sogenannten "Realteilung", bei der der Güterbesitz eines Verstorbenen gleichmäßig an die Nachfahren aufgeteilt wird, handelt Otto Bogenschütz. Er weist nach, dass die Größe eines Ackers von 45 Ar im Jahr 1435 auf 10 Ar im Jahre 1862 zurückging.
Im Beitrag "Dichtung oder Wahrheit? Zu einem Grundproblem der Geschichtsforschung" setzt sich Paul Münch in einer Replik zu einem Beitrag von Paul Lehmann auf anregende Weise mit der Frage der Wissenschaftlichkeit der Geschichtsforschung auseinander.
Einweihung des Kriegerdenkmals in Empfingen im Jahr 1905
Über Krieger- und Siegesdenkmale in der Folge des deutsch-französischen Krieges 1870/71 schreibt Wolfgang Hermann. Thematisiert werden die Denkmale in Dettingen, Dießen und Empfingen.
Der in Hechingen 1936 gefasste Schwerverbrecher Erich SchüllerEin Jubiläum der besonderen Art thematisiert Rolf Vogt. Vor 75 Jahren, am 12. September 1936, wurde in Hechingen an der Staig einer der damals meistgesuchten Verbrecher Deutschlands festgenommen, Erich Schüller. Dieser war der Anführer einer sechsköpfigen Bande von Brüdern, denen Einbrüche, Raubüberfälle und ein Raubmord zur Last gelegt wurden.
Weitere Beiträge sind der alemannischen Besiedlungsgeschichte von Steinhofen (Otto Bogenschütz), speziell verzierten Ziegeln aus der Ziegelei des Klosters Bernstein (Josef Schneider) sowie einem Konventionstaler des Bistums Konstanz von 1761 gewidmet (Herbert Rädle).
Ein Nachruf erinnert an den im Juni diesen Jahres gestorben Alf Müller, dem langjährigen Leiter der Hohenzollerischen Heimatbücherei und Ehrenmitglied des Hohenzollerischen Geschichtsvereins.
Das Heft kann bei der Geschäftsstelle des Hohenzollerischen Geschichtsvereins, Karlstraße 1+3, 72488 Sigmaringen, Tel.: 0 75 71/101-559, bezogen werden.
| Text: |
Tel.: 07571/10 15 59 (Trugenberger, Dr., Volker, Archivdirektor)
http://www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de/






