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| Keine Kommentare | 511 Aufrufe | Datum: 18.01.10 | Autor | | |
Opernsängerin und Kantorin Mimi Sheffer aus Berlin zu Gast in der alten Synagoge
*Opernsängerin und Kantorin aus Berlin*
Meisterwerke der Synagogenmusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Mimi Sheffer ist eine durch zahlreiche CDs bekannte Kantorin der Berliner Synagoge und lehrt am Jewish Institute for cantorial Arts am Abraham-Geiger-Kolleg Potsdam, der Ausbildungsstätte für Rabbiner und Kantoren. Sie führt durch Wort und Gesang ein in die Musik des Reformjudentums. Begleitung: Norbert Kirchmann, Klavier und Orgel.
Das erste Konzert in der Alten Synagoge im neuen Jahr war für den 10.01.2010 vorgesehen und so bereits 2009 angekündigt. Auf Grund eines Trauerfalls musste die Solistin den Termin verschieben.
*Die Sopranistin Mimi Sheffer* verfügt über eine bemerkenswerte Biographie ...
Sie wuchs in Israel auf. Flöte und klassischen Gesang studierte sie an der Rubin Academy of Music in Jerusalem und Tel-Aviv und setzte in New York bei Joan Caplan das Gesangsstudium fort.
Sie gewann wichtige Auszeichnungen, sang zahlreiche Opernrollen in Israel (Mimi, Desdemona, Michaela) und war hauptamtliche Kantorin in mehreren wichtigen Synagogen in den USA.
2003 zog sie nach Berlin um, wo sie an der Synagoge Oranienburger Straße als Kantorin angestellt und zugleich Dozentin am Rabbinerseminar des Abraham Geiger Kollegs wurde.
Seit 2007 ist sie dort Direktorin der Kantorenausbildung am Jewish Institute of Cantorial Arts.
Sie konzertiert regelmäßig als Oratoriensängerin, leitet interreligiöse Workshops, auch im Rundfunk,
und bietet deutschlandweit selbstkonzipierte Konzertprogramme an, die eine sehr positive Resonanz haben. Mimi Sheffer hat eine ausgesprochen große und warme Stimme, verfügt über eine souveräne Technik, ihre Interpretationen sind stark und gefühlvoll, wovon beliebte CDs Zeugnis ablegen.
Inhaltlich geht es um *Meisterwerke der Synagogenmusik des 19./20. Jahrhunderts.
*In der Tat hat das in Deutschland seit 1800 entstandene Reformjudentum eine eigene musikalische Sprache und ein eigenes Repertoire entwickelt, dass im allgemeinen wenig gekannt wird, weil es streng für den Synagogengottesdienst komponiert war. Am bekanntesten dürfte noch der Name Louis Lewandowski (1821-94) sein, der eine große Zahl von Werken für Solist, Chor und Orgel für seine Berliner Gemeinde schrieb, die stilistisch stark an Mendelssohn erinnern.
Der Wiener Kantor Salomo Sulzer (1804-91) gab selbst einem Franz Schubert geistliche Werke in Auftrag.
Komponisten wie Max Bruch, Franz Liszt, Maurice Ravel, Strawinsky und Prokofieff, Bernstein ließen sich wiederum von dieser Musik und ihren Themen inspirieren.
Es ist ja eine Eigenheit des jüdischen Gottesdienstes, dass er dem Kantor eine sehr exponierte Stellung zuschreibt.
Es werden ausgebildete, stimmmächtige Stimmen gefordert, die oft zugleich auch an der Oper singen.
Man denke an Tenöre wie Joseph Schmidt (Ein Lied geht um die Welt) und Richard Tucker. In der mehrheitlich liberalen jüdischen Welt ist es heute selbstverständlich, dass auch Frauen als Kantorinnen fungieren.
Mimi Sheffer, von Norbert Kirchmann am Klavier begleitet, wird durch Wort und Gesang in diese reichhaltige und lebendige Musikkultur des Reformjudentums einführen und den Zuhörer in eine eigene und alles andere als fremdartige Welt entführen.
| Text: |
http://www.alemannia-judaica.de/hechingen_synagoge.htm







Als Reigschmeckte weiß ich nach 10 Jahren immer noch nicht, was es in Hechingen so "alles" gibt.