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"Ich dachte es regnet. Aber es sind meine Augen, die tränen." (Ungarisches Volkslied)
Diese Worte sagte Melinda Nadj Abonjis in ihrer Dankesrede, als sie gestern abend den Deutschen Buchpreis in Frankfurt für ihr Werk "Tauben fliegen auf" entgegen nahm.
Kann man es schöner sagen? Ich denke nicht. Das hat mich so bewegt, dass ich dies jetzt aufgeschrieben habe und natürlich auch unseren Lesern nicht vorenthalten will.
Mittwoch Schulartikel kaufen, Donnerstag.... Stimmt wir haben diese Woche Schulbeginn und das heißt täglich zum Einkaufen fahren. Ökologisch und ökonomisch gesehen, nicht gerade die beste Lösung.
Gut, mit dem Fahrrad oder zu Fuß wäre auch eine Möglichkeit. Aber darum geht es nicht, sondern um den unnötigen Zeitaufwand, der die Eltern oft an den Rand des Wahnsinns bringen kann.
Das Schlimme daran: wir nehmen es als Gott gegeben hin! - und andere Schulen machen es besser, zeigen wie es geht; man muss das Rad nicht neu erfinden, einfach übernehmen, denn dass es geht zeigen diverse Schulen!
Ich übertreibe etwas, aber ich bin gestern etwas verärgert gewesen, gebe ich zu. Es ist nicht alleine das Besorgen des unbedingt heute zu erledigenden Schulbedarfs, schließlich gibt es seit Dienstag Hausaufgaben, sondern des regen (ist untertrieben) Andrangs in den Geschäften.
Lehrer haben sicher viel zu tun, Eltern allerdings auch und es gibt zumindest in meinem Leben noch was anderes als täglich einkaufen zu gehen. Ach ja ich habe nur ein Kind, aber wie ist es erst mit zwei, drei und mehr Kindern?
Gesammelte Vorschläge fürs nächste Schuljahr:
Fair ist nicht gleich fair- Werden die Zulieferer ausgebeutet – Können wir das noch mit gutem Gewissen kaufen oder müssen Menschen leiden, damit wir billig einkaufen können?
Die Frage habe ich mir schon oft gestellt, es aber immer wieder hinten angestellt und den Versprechungen der Unternehmen geglaubt, die mit guten Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung geworben haben. Jetzt verklagt die Verbraucherzentrale Lidl, da das Unternehmen in seiner Werbung faire Arbeitsbedingungen für Beschäftigte bei seinen Textil-Zuliefern in Bangladesch verspricht – aber sich nicht daran hält. Der Lohn reicht für die Menschen nicht zum Überleben.
Das Unternehmen verspricht in seiner Werbung ganz offensiv faire Arbeitsbedingungen für Beschäftigte bei seinen Textil-Zulieferern in Bangladesch - aber hält sich nicht daran", sagte Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale. "Die Kunden werden so irregeführt. Wir sind der Meinung: Wo fair draufsteht, muss auch fair drin sein."






