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Sickinger Erdmännle in Hechingen-Sickingen
Tel.: 0175/5 96 10 00 (Matthias Raible)
http://www.erdmaennle.de

Die Sage der Sickinger Fasnetsfiguren Erdmännle (Einzelfigur) und d'r Hölzle (Gruppenfigur)
Im Fichtenwald, der sich am südlichen Ortsrand von Sickingen befindet und in früheren Zeiten Standort des Hechinger Galgens war, hauste einst ein kleines Erdmännchen. Nie hörte man es ein Wort sprechen, vermutlich um die Totenruhe der dort Gehängten nicht zu stören.
Außerhalb des Fichtenwaldes jedoch, im sogenannten Hölzle, konnte man seine Stimme häufig hören. "Her da, her da“ rief es. Die Menschen aber, die am Hölzle vorbei gingen, trauten sich nicht ihm zu antworten. Bis eines Tages ein Mann sich ein Herz fasste und ihm antwortete . "Steck a Hölzle na"
Am andern morgen war das ganze Gewand von im Boden steckenden Hölzern umgeben. Seither kann man die Sickinger als „Hölzle“ betiteln.


Interpretation der alten Sage
Das Erdmännle kann als sogenannter guter Erdgeist betrachtet werden. Schlechte Taten seinerseits sind nicht bekannt. Dass es im Bereich des Galgens wortlos umherschreitet, hat mit der erwähnten Totenruhe zu tun.
Obwohl die Gehängten nicht im Fichtenwald beerdigt wurden, könnten ihre armen Seelen dort ihren zeitweiligen Aufenthalt genommen haben, bewacht vom Erdmännle.
Außerhalb des schaurigen Ortes hörte man das Erdmännle aber reden: "Her da, her da."
Vielleicht die armen Seelen? Die Antwort: Steck a Hölzle na, bedeutet, Sähe! Pflanze! Schaffe neues Leben, was es auch tat.
Es steckte Hölzer oder Äste in den Boden und erschaffte damit neues Leben. Vielleicht hängt Sickingens weniger bekannter Ursprung damit zusammen.
Die Fasnetsfigur "D’r Hölzle" findet ihren Ursprung auf jedenfall in dieser Sage.
Nach einer alten Sickinger Sage mündlich überliefert!
Spruch: Herdaaa, Herdaaa – Steck a Hölzle na !
(aus Historie: www.erdmaennle.de)






